• Prof. Dr. Teruo Higa
    Prof. Dr. Teruo Higa

EM Entstehungsgeschichte

Effektive Mikroorganismen (EM)


1.

Vor rund 20 Jahren entdeckte der japanische Agrar-Wissenschaftler Prof. Dr. Teruo Higa mehr oder minder zufällig die ideale Kombination verschiedener Stämme von Mikroorganismen für eine chemiefreie Landwirtschaft. Seine „EM-Technologie“ hat sich mittlerweile in vielen Ländern durchgesetzt – zur Bodenaufbereitung und Ertragssteigerung ebenso wie beispielsweise zur Abfallbehandlung und Klärschlammentsorgung.

Nun ist sie drauf und dran, auch allen Biobauern im deutschsprachigen Raum auf die Sprünge zu helfen. Und im gesundheitlichen Bereich machen Professor Higas „Effektive Mikroorganismen“ ebenfalls zunehmend von sich reden. Beginnt eine biologische Revolution zur Rettung der Erde?

Der Durchbruch bahnte sich an einem Abend im Herbst des Jahres 1981 an: Wieder einmal hatte Professor Teruo Higa, damals knapp 40 Jahre alt, in seinem Labor mit verschiedenen Mikroorganismen experimentiert – und wieder einmal erfolglos, wie er glaubte. Sein großer Traum, der Landwirtschaft durch einen völlig neuen Ansatz höhere Erträge zu bescheren, um auf die übliche Agrochemie verzichten zu können, schien sich einmal mehr als Illusion zu entpuppen.

Eigentlich suchte er nach der berühmten Stecknadel im Heuhaufen, und das schon seit Jahren. Und in Wirklichkeit war er auch längst nicht mehr sicher, ob es die gesuchte „Stecknadel“ überhaupt gab … Als eines von zwölf Kindern in einer nicht eben wohlhabenden japanischen Familie mußte Teruo Higa schon in frühen Jahren raus aufs Feld und kräftig ackern. Hautnah erlebte er mit, welche spärlichen Erträge die vielen Mühen der landwirtschaftlichen Alltagsarbeit erbrachten.

Erfahrungen, die seinen weiteren beruflichen Weg entscheidend prägten, denn auf der Suche nach Möglichkeiten, die das Los der Bauern verbessern helfen, wurde er vorerst zum überzeugten Verfechter der Agrochemie. An Kunstdünger, Unkraut- und Schädlingsvernichtungsmitteln schien, wollte man der Landwirtschaft helfen, kein Weg vorbeizuführen. Und alle Visionen von einem naturnahen Anbau, wie sie auch in Japan schon vor Jahrzehnten von Außenseitern geträumt wurden, scheiterten stets an einer einfachen Tatsache: den trotz größtem Arbeitseinsatz kärglichen Erträgen.

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